Das Kloster Voronet (1488)

Das Kloster Voronet Eine alte Legende erzählt, dass der um sein Land besorgte Stephan der Große sich im Frühjahr 1488 dazu entschied, dem guten Rat von Daniel dem Einsiedler, seinem Beichtvater, zu folgen und, als Zeichen seiner Dankbarkeit für die Hilfe des allmächtigen Gottes, ein neues Kloster bauen zu lassen.
Der neueren Forschung ist es gelungen zu beweisen, dass Daniel keine legendäre Gestalt, sondern eine wirklich vorhandene Person war. Da, wo es heutzutage das Dorf Voronet liegt, gab es damals eine kleine Holzkapelle, wo Daniel als Pfarrer fungierte.
Die Klosterkirche wurde vom 26. Mai bis zum 14. September 1488 gebaut. Die Wände wurden aber erst 1547, während der Herrschaft von Stephans Sohn, Peter Rares, bemalt. Die beiden Bischöfe Teofan I. und Grigore Rosca beaufsichtigten die Vervollständigung der Fresken. Die dominierende Farbe ist das berühmte Blau, das unter der Bezeichnung „Voronetblau“ in der ganzen Welt bekannt geworden ist.
Die Kirche selbst ist relativ klein, aber sie zeugt von der Frömmigkeit, dem guten Geschmack und dem Wunsch von Stephan und seinen Untertanen, unsterblicheMeisterwerke zu schaffen. Bis heute noch veranlasst das Kloster Voronet seine Besucher dazu, über das menschliche Dasein nachzudenken, während es ihre Augen und Herzen bezaubert. Nicht selten wird die Kirche die „Sixtinische Kapelle des Ostens“ genannt.

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