Das Kloster Putna (1466)

Das Kloster Putna Das Kloster Putna liegt 72 Kilometer von Suceava entfernt, der ehemaligen Hauptstadt der Moldau. Es ist das erste und wichtigste von den von Stephan dem Großen gebauten Klöstern. Der mittelalterliche Chronist Ion Neculce schrieb das Folgende über seine Anfänge: „Der gute Stephan tat, als er beschloss, ein Kloster zu bauen, mit Pfeil und Bogen schießen, vom Gipfel eines Berges, der in der Nähe des Klosters sich befindet. Und wo immer der Pfeil landete, da legte er die Altarplatte.”
Das Kloster wurde zwischen 1466 und 1469 gebaut, 1484 wurde es zum ersten Mal renoviert. Seine Kirche wurde 1654, während der Herrschaft von Vasile Lupu, zerstört und erst später, von den Fürsten Gheorghe Stefan und Eustratie Dabija, wieder aufgebaut. Renoviert wurde das neue Kloster gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das einzige, was sich aus der ursprünglichen Anlage erhalten hat, ist der 1481 von Stephan dem Großen gebaute Glockenturm.
Dieses Kloster ist vom Anfang an ein wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum gewesen, weil es Werkstätten besaß, wo talentierte Mönche ihr Geschick für Kalligraphie und Miniatur ausführten. In seinem Museum kann man eine wertvolle Sammlung von Stickereien mit religiösen Motiven, Manuskripten, Ikonen und silbernen Gegenständen bewundern, einige davon stammen aus der Zeit von Stephan dem Großen.
In der Klosterkirche befinden sich die Grabstätten nicht nur von Stephan dem Großen (1432? – 2. Juli 1504), sondern auch von einigen von seinen Familienmitgliedern, wie z.B. von seinen Ehefrauen Maria Voichita und Maria von Mangop und von seinen Söhnen Bogdan dem Einäugigen und Stefanita Voda.

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